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 WISSEN Grundlagen des Tauwasserschutzes
Schimmelpilze in Wohnungen sind das letzte Glied einer Kette von schädigenden Ereignissen, deren Ursachen vielfältig, jedoch immer aus dem Gebiet des Wärme- und Feuchtigkeitsschutzes sind.

In Wohnungen sind meist alle Vorraussetzungen für das wachsen von Schimmelpilzen vorhanden, mit Ausnahme der Feuchte. Deshalb geht einem Schimmelpilzwachstum oft ein Feuchteschaden voraus.

In diesem Zusammenhang hat Luftfeuchte die Eigenschaft von warmen zu kalten Bereichen zu diffundieren. Sinkt die Temperatur unter den Taupunkt fällt Luftfeuchtigkeit aus (Kondensat).

Während der kalten Jahreszeit schlägt sich Tauwasser meist auf der Innenseite von Außenbauteilen nieder - während der schwül-warmen Sommerzeit sind Tauwasserschäden oft an den Fußpunkten von Kellerwänden zu finden (Bild 2).

Heute geht man davon aus, das ab einer Luftfeuchte von ca. 80% Schimmelpilzwachstum möglich ist.

Bei einer angenommenen Innenraumluft von 20°C und 50% r. Luftfeuchte ist Schimmelpilzwachstum ab einer inneren Oberflächentemperatur von ca. 12,6°C möglich (Bild 3). Alle Gebäudeteile müssen deshalb mindestens so konstruiert sein, dass deren Innere Oberflächentemperatur oberhalb dieser kritischen Temperatur zum liegen kommen.

Auf dieser Grundlage wurde ein Tauwassernachweis entwickelt, welcher nach und nach auch von der Normung übernommen wurde.







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Bild 1: Wird der Taupunkt unterschritten fällt Luftfeuchtigkeit aus (Kondensation)
Salzausblühung Wandsockel Kirche
Bild 2: Feuchtigkeits-wanderung im Sommer und im Winter
Salzausblühung Wandsockel Kirche
Bild 3: h-x-Diagramm
Salzausblühung Wandsockel Kirche
Bild 4: Oberflächen-temperatur unter 12,6 °C: Tauwasser und in der Folge Schimmelpilz-wachstum ist möglich
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