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| WISSEN | Abdichtung erdberührter Bauteile - Boden-Wand-Anschluß |
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Waagerechte Abdichtungen in oder unter Wänden: Gemauerte Außen- und Innenwände müssen durch mindestens eine waagerechte Abdichtung (Querschnittsabdichtung) gegen aufsteigende Feuchte geschützt werden (DIN 18195-4, 6.1.2). Mit der alten Abdichtnorm aus dem Jahre 1983 waren noch bis zu drei waagerechte Abdichtungen in den Wänden erforderlich. In der Praxis hat sich eine zweite, zusätzliche Horizontalsperren bewährt (Bild 1). Achtung! Bitumen-Schweißbahnen sind hier nicht zulässig. Den im Gegensatz zu Bitumen-Dachbahnen und Bitumen-Dachdichtungsbahnen haben diese einen höheren Bitumenanteil. Wenn der überschüssige Bitumen abfließt, kann es zu Rissen im Mauerwerk kommen. Bei der Wahl der Abdichtung ist unbedingt auf die Materialverträglichkeit mit nachfolgenden Abdichtungen zu achten. Die Bahnen dürfen nicht verklebt werden und müssen min. 200 mm überdecken. Die Überdeckungen dürfen verklebt werden. |
▫ DIN 18195-4, Abschn. 6.1.2 |
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| Bild 1: Querschnittsabdichtung gegen aufsteigende Feuchte. Eine zweite Horizontalsperre ist empfehlenswert. | ▫ DIN 18195-4, Abschn. 7.2 |
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Abdichtung auf Außenwandflächen: Alle vom Boden berührten Außenflächen sind gegen seitliche Feuchtigkeit abzudichten. Stoffe für die Abdichtung erdberührter Wände gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser nach DIN 18195-4:
Nach der alten Abdichtungsnorm aus dem Jahr 1983 durften Kellerwände auch mit heiß oder kalt zu verarbeitende Deckaufstrichmitteln abgedichtet werden. Diese sollten heute nicht mehr verwendet werden. Die in Bild 3 dargestellte Mörtelkehle beruht auf der Untergrundanforderung von DIN 18195-3, wonach Kehlen gerundet sein sollten. Der Einbau von PU- oder ESP-Keilen entspricht den Regeln für Dachabdichtungen. Hier besteht das Risiko, dass eingedrungenes Wasser sich entlang der Kehle verteilen kann. Durch einen Verzicht auf eine Mörtelkehle kann dieses Risiko reduziert werden. Dann sollte vorzugsweise 4 mm dicke Polymerbitumen-Schweissbahn eingesetzt und sorgfältig und spannungsfrei verarbeitet werden. Zur Erhöhung der Abdichtsicherheit sollte im Bereich des Übergangs immer zwei Lagen Polymerbitumen-Bahn eingebaut werden (Bild 4). "Abdichtung erdberührter Bauteile": ▫ Zustandsformen des Wassers im Baugrund [Weiter...] ▫ Der Bemessungswasserstand [Weiter...] ▫ Grundlagen zum Abdichten erdberührter Bauteile [Weiter...] ▫ Verarbeitung der Dichtungsmaterialien [Weiter...] ▫ Sockelausführung, niveaugleiche Außentüren [Weiter...] ▫ Boden-Wand-Anschluss [Weiter...] ▫ Bodenplatte [Weiter...] ▫ WU-Beton [Weiter...] ▫ Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung KMB [Weiter...] ▫ Nachträgliches Abdichten [Weiter...] |
▫ DIN 18195-4, Abschn. 6 |
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| Bild 2: Beispiel eines Boden-Wand-Übergangs bei Abdichtung mit KMB. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ▫ Normen für Mauersperrbahnen - DIN EN 14909 - DIN EN 14967 ▫ Anwendungsnorm DIN V 20.000-202 ▫ Hilfreiche Herstellerangaben: - die bitumenbahn - Flexible Dichtungsschlämme - Bitumendickbeschichtung - Webverzeichnis Bauschemie ▫ Merkblätter der WTA: - Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile, Merkblatt 4-6-05/D ▫ Bauphysikkalender 2008: "Bauwerksabdichtungen" |
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| Bild 3: Beispiel eines Boden-Wand-Übergangs bei Abdichtung mit Bitumen-Schweißbahnen, mit Mörtelkehle oder Dämmkeil. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bild 4: Beispiel eines Boden-Wand-Übergangs bei Abdichtung mit Bitumen-Schweißbahnen, bei Verzicht auf Mörtelkehle oder Dämmkeil. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| [Mehr Wissen...] |
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